Der Wasserturm geht nach... Basel! 37.Wasserturmcup am 2. November 2019

Luzi Wasserturm“ wurde der Wanderpokal letztes Jahr von den Schweden getauft und er erhielt prompt eine eigene Facebook-Seite. Auf dieser ist zu sehen, wie er bis Schweden gereist ist und was er dort erlebt hat. Auch dieses Jahr spielten wieder unterschiedlichste Mannschaften um den Pokal. Die Nachfrage nach dem Turnier war so gross, dass einigen Teams sogar abgesagt werden musste.

Aber dann war es so weit, am Samstag, 2. November 2019 stürzten sich 10 Teams ins Wasser. Die SLRG Luzern griff sogar mit zwei Teams ins Geschehen ein.

Luzern 2 spielte mit etwas weniger Erfahrung und trat als erstes gegen Zürich an. Die Zürcher waren stärker, erzielten auch gleich Tore. Auf das Luzerner Anschlusstor folgte leider sogleich der Gegentreffer. Am Schluss hiess es 5:2 für die Gäste.

Stuttgart ist in der deutschen Meisterschaft eine starke Mannschaft. An den Wasserturmcup kamen sie auf Wunsch der Organisatoren ergänzt mit Nachwuchsspielern. Und diese trafen auf Luzern 1, welches durchaus Ambitionen hatte, um die ersten drei Plätze mitzuspielen. Ob daraus etwas wird? Und wie stark Stuttgart ist? Am Schluss hiess es 3:0 für die Luzerner. Kein Gegentor! Die Leistung im Spiel war gut, aber es gab noch einiges zu verbessern.
Kurz darauf ging es gegen Basel. Diese waren mit ein paar „langen Deutschen“ angetreten welche oft mit ihnen zusammenspielen. Das wurde spannend! Die Luzerner Abwehr sass sicher, man konnte auch die gegnerischen Torwarte beschäftigen, lange stand es 0:0: ein Spiel auf Augenhöhe mit Vorteilen für die Beppis. Und dann stand es 1:0 für die Basler. Knapp, aber verdient. Diese Mannschaft wird noch weit kommen im Turnier!
Verloren war für Luzern 1 noch nichts, aber ein Sieg in der Begegnung gegen Fysalis aus Athen wäre wichtig. Das Spiel war engagiert, fair und mit Chancen auf beiden Seiten. Bis kurz vor Schluss stand es 1:1, dann brach ein Grieche durch und konnte den Ball am Torwart vorbei ins Goal bugsieren. Der Luzerner Deckel kam leider zu spät. 2:1 für Athen und das in den letzten 15 Sekunden! Da fühlten sich die Luzerner wie begossene Pudel.
Im letzten Gruppenspiel gegen Jesi von der italienischen Adriaküste liess Luzern 1 nichts anbrennen und fühlte sich pudelwohl. Sie konnten gleich mit 5:0 gewinnen und schlossen die Gruppenphase mit einem Torverhältnis von 9:3 und dem 3. Gruppenrang ab. Sie hätten mehr gewollt!

Wie erging es in der Zwischenzeit Luzern 2?
Diese trafen im zweiten Spiel gegen den Vorjahressieger aus Stockholm Bromma Caviar. Am Schluss stand es „nur“ 2:0 für die Schweden. Nach einer langen Pause empfing Luzern 2 dann die „Kampffische Bodensee“ welche ihrem Namen Ehre machten und gleich viermal den Ball ins Tor legten und selbst keinen Gegentreffer zuliessen. Die Kampffische waren stark unterwegs und auf Finalkurs. Luzern 2 durfte nun noch gegen die Milaneser antreten. Hier war viel möglich, Luzern konnte hinten „sauber halten“ und am Schluss stand es 0:0. Dies brachte aber nicht viel: 5. Gruppenrang.

In den Finalspielen traf Luzern 2 auf Jesi im Spiel um Platz 9. Die letzten Kräfte wurden angezapft, das Spiel wogte hin und her, nach Führungstreffern konnten die Italiener immer wieder ausgleichen. So ging es mit einem tollen 3:3 ins Penaltyschiessen. In diesem versenkten die Italiener den ersten und schnappte sich beim Luzerner Versuch den Ball. Somit blieb im Sinne grosser Gastfreundschaft am Schluss Luzern 2 Rang 10.

Luzern 1 spielte um Rang 5 gegen den Schweizer Meister aus Zürich. Dieser war aber nicht in Bestbesetzung angetreten, aber trotzdem schnell und gefährlich. Die Luzerner konnten darauf jedoch gut reagieren und viel mehr ihr eigenes Spiel durchziehen und am Tor der Zürcher drücken. Nach einem spannenden Anfang stand es am Schluss 5:2 für Luzern 1 und damit war der fünfte Schlussrang gesichert.

Wie die beiden Luzerner Mannschaften gespürt hatten, waren Bodensee und Basel stark unterwegs. Diese trugen dann auch das Finalspiel um „Luzi Wasserturm“ aus. Basel belagerte das Tor der Deutschen richtiggehend, diese hielten lange dagegen. Nach dem verdienten 1:0 für Basel liess der Widerstand etwas nach, am Schluss stand es 2:0 für Basel. UWR Bâle ist somit erstmals in seiner Geschichte Sieger des Wasserturmcups.

Wer gut hinhörte konnte Luzi Wasserturm ganz leise „z Basel a mim Rhy…“ summen hören. Was er nun alles erleben wird? Und wer ihn im nächsten Jahr nach Hause tragen kann?

Für die Zuschauer wurde während des ganzen Tages ein Erklärvideo abgespielt und fachkundig erläutert. Wer nun will, kann sich gleich im Unterwasserrugby-Kurs vom 11. + 18. November im UWR versuchen.

Schlussrangliste

1.       UWR Bâle (CH)

2.       Kampffische Bodensee (D)

3.       Bromma Caviar (S)

4.       Fysalis Athen (GR)

5.       SLRG Luzern 1 (CH)

6.       USZ Zürich (CH)

7.       TC Stuttgart (D)

8.       Milano Rugby Sub (IT)

9.       Monsub Jesi (IT)

10.   SLRG Luzern 2 (CH)

Luzern 1 in Action, Foto: www.larshenschel.ch

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